Ziel dieser Studie ist es, an einer Stichprobe mit Multiple Sklerose (MS) Patienten und einer klinisch unauffälligen Kontrollgruppe die Dimensionen Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugungen und deren Auswirkung auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass an MS erkrankte Patienten im Vergleich zur klinisch unauffälligen Kontrollgruppe signifikant niedrigere Selbstwirksamkeit, internale Kontrollüberzeugung, Psychotherapiemotivation und gesundheitsbezogene Lebensqualität aufweisen.

Fatigue und Gehbehinderung stellen die stärksten Prädiktoren für die gesundheitsbezogene Lebensqualität dar. Zusammenfassend zeigt sich ein schädlicher Kreis (circulus vitiosus) zwischen dem Krankheitserleben der Patienten, den psychologischen Variablen wie Selbstwirksamkeit und internale Kontrollüberzeugung, sowie der Schmerzwahrnehmung und der körperlichen Rollenfunktion. Dieser Kreislauf hat eine lebensqualitätsmindernde Auswirkung in der Patientengruppe. Darüber hinaus zeigte in dieser Gruppe im Unterschied zur Kontrollgruppe die Inanspruchnahme der Psychotherapie keinerlei Einfluss auf die psychologischen Variablen und die gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Neben der Darstellung der Ergebnisse skizziert dieser empirische Beitrag zur Psychotherapieforschung auch psychotherapeutische Interventionsmöglichkeiten bei an Multiple Sklerose erkrankten Menschen und kann somit medizinisch wie psychotherapeutisch Tätigen Orientierung bieten.

Die gesamte Studie steht hier zum Download für Sie bereit.