Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von geschlechterspezifischen Unterschieden bei wichtigen Aspekten rund um die Krankheitsbewältigung der Multiplen Sklerose. Als Ergebnis wird klar sichtbar, dass geschlechterspezifische Therapiekonzepte die Krankheitsbewältigung verbessern können.  Die Studie liefert Anregungen für den Bedarf an Ausbildung von BehandlerInnen, damit sie künftig besser auf die Anforderungen von an MS erkrankten Frauen und Männern eingehen können.

Multiple Sklerose ist eine der wichtigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Durch den unvorhersehbaren Verlauf und die hirnorganische Betroffenheit nimmt sie darüber hinaus eine Sonderstellung ein. Das einzig Sichere an dieser fortschreitenden chronischen Erkrankung ist die unsichere Zukunft, die verbunden ist mit kontinuierlichen Anpassungsleistungen der betroffenen PatientInnen und deren Familien.

Da es bisher keine Therapiekonzepte mit einer geschlechterspezifischen Differenzierung gibt, wurden zehn Hypothesen und Fragen als Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Bearbeitung aufgestellt, die sich auf eventuell unterschiedliche Bedürfnisse und Strategien von Männern und Frauen beziehen. Im Rahmen dieser Studie wurden insgesamt 193 PatientInnen in unterschiedlichen Behandlungseinrichtungen befragt. Die Fragebögen wurden mit statistischen Methoden ausgewertet, analysiert und aus psychotherapeutischer Perspektive interpretiert. Es ergaben sich mehrere signifikante Unterschiede in der Krankheitsbewältigung zwischen den Geschlechtern. Die Angebote der BehandlerInnen für die jeweiligen Geschlechter wiesen starke Differenzen auf. Frauen und Männer waren mit der Lebenssituation unterschiedlich zufrieden. Als Ergebnis wird klar sichtbar, dass geschlechterspezifische Therapiekonzepte die Krankheitsbewältigung verbessern können.

Die gesamte Studie steht hier zum Download für Sie bereit.